In Tabriz

Tabriz gehört zu den „Big Five“ im Iran. Sollen so annährend 2 Mil. Menschen hier leben. Das Hotel ist ordentlich und so kann ich entspannen. In drei Sprachen werde ich bei der Begrüßung angesprochen. Englisch, Deutsch und Türkisch. Ich komme da etwas durcheinander. Nach dem üblichen Pflegeprogramm mache ich ein kleinen Spaziergang entlang des Boulevards. An einer Konditorei komme ich nicht vorbei. Am nächsten Tag übrigens auch nicht. Während ich noch schaue, spricht mich ein junger Mann, ob er helfen kann. Er schaut mich prüfend an und meint, die Cremeschnittchen sind nichts für mich. Aber ein paar andere Teilchen sucht er mir raus und spendiert mir noch dazu einen Café.

Er ist Mitbesitzer und erzählt erst von seinem Laden und dann von seinem Sport. Er ist Footballspieler in der Nationalmannschaft. Klasse Typ.

Am nächsten Morgen nach der Traffic Police besuche ich die blaue Moschee. Die Blaue Moschee wurde 1465 im Auftrag von Chatun Dschan Begun, der Frau des Führers der turkmenischen Stammesföderation der Qara Qoyunlu, Dschahan Schah, während dessen Herrschaft im sogenannten Reich der Schwarzen Hammel erbaut. Sie wurde 1465 fertig gestellt.

Anschließend ging es durch ein paar Straßen zum Basar. Der Basar erlebte eine erste Blütezeit im 13. Jahrhundert, als Täbris Hauptstadt des Safawidenreichs war. Seit dem 18. Jahrhundert besteht er, so wie er heute aussieht. Insgesamt 26 Moscheen soll es darin geben.

Ich nehme mir fest vor, mich nicht zu verirren. Nach dem dritten abbiegen ist dann alles egal. Einen Ausgang wird es schon geben. Hier gibt es alles, was das Herz begehrt. Eine Weile sitze ich in einem Innenhof. Es ist sehr ruhig hier und man merkt den Trubel rund herum nicht.

Nachmittags laufe ich noch mal über die Straße am Hotel und finde endlich einen Laden von dem Provider „Irancell“. Ich frage natürlich, ob der junge Mann Englisch spricht. „Nein, aber Deutsch“ bekomme ich zur Antwort. Ramienj hat in Deutschland Physik studiert und ist dieses Jahr zurück um zu heiraten. Zusammen mit seinem jungen Bruder betreibt er den Laden und hilft mir schnell bei meiner Sim Karte. Für Abends verabreden wir uns.

Kurz vor acht bin ich wieder im Geschäft. Nebenan ein Friseur. Ich sage kurz Bescheid, dass ich mir noch die Haare schneiden lassen will und Ramienj sagt kein Problem. „Grüße meinen Vater“ :-). Der war ein paar Monate in den 70igern in Frankfurt und hat dort in einem Salon eine weitere Ausbildung genossen.

Wir fahren zu dritt mit der U-Bahn raus zum Eigolie Park. Leider ist es schon dunkel. Früher haben am See die Sänger ein Ständchen gegeben. Heute kann man noch Bötchen fahren. Anschließend fahren wir noch zur Wohnung von Ramienj und seiner Frau. Sie wohnen in einem Loft und Ramienj hat sich einen Traum erfüllt. Er hat eine sechs Monate alte Husky Hündin. lange sprechen wir nicht nur über Hundeerziehung, sondern auch über das Leben im Iran, über die guten und nicht so guten Seiten.

 

2 Gedanken zu „In Tabriz

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