2530 m und nichts gesehen

Der letzte Tag in Armenien bricht an und es tröpfelt leise vor sich hin. Nicht so schlimm, sind ja nur 170 km bis Meghri, der Grenzstadt, wo ich noch ein Zimmer gebucht habe. Die M2 ist zwar ein wenig feucht als ich Goris verlasse, aber alles halb so schlimm. So ab 1500 kommen dann die Wolken immer näher.

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Schön viele Serpentien, hätten die LKW doch in den Kurven nicht so viele Wellen in den Asphalt geschoben. Flüssiges fahren geht da anders. Ich glaub ich bin auf einer Achterbahn. Mittlerweile sehe ich auch nicht mehr allzu viel. Statt Fotos vom Nebel lieber aufpassen ist angesagt.

Auf der Passhöhe, ich schau mal wieder auf den Höhenmesser, habe ich ungefähr 5 m Sichtweite. Teilweise fahren die Autos ohne Licht. Mit Glück sieht man sie vorher.

Bei der Abfahrt sehe ich einen anderen Mopedfahrer am Straßenrand. Natürlich halte ich an, denn so oft kommt das ja nicht vor. Wir stellen uns vor. Arash fährt eine 250 ccm Maschine iranischer Produktion. Der Motor kommt aus China. Er selbst ist Iraner, pendelt aber immer wieder nach Yerewan rüber und besucht seine Schwester. Dort hat er auch eine BMW 650 Dakar gefunden und freut sich wie Bolle, wenn er sie bald abholen kann. Allerdings funktioniert sein jetziges Moped nicht. Die Feuchtigkeit dringt in die Stecker und er hat immer wieder Aussetzer. Leider weiß ich auch keinen Rat und so beschliessen wir mal ein wenig weiterzufahren. Zuerst klappt es auch, aber nach ein paar Kilometern geht das Moped wieder aus. Ich solle weiterfahren, er würde langsam hinterher kommen. Wir verabreden uns lose am Hotel in Meghri. Doe restliche Fahrt ist nicht mehr ganz so schlimm. Die Straße wird besser.

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Am Hotel angekommen, bin ich schon ziemlich entäuscht. Echt sehr einfach und echter Renovierungsstau. Ich laufe durch den Ort und suche mal wieder ein Restaurant. Klappt aber nicht und so mache ich auf den Rückweg. Zufällig treffe ich Arash in einem Minimarkt. Hat sich gerade das letzte Bier vor dem Iran gekauft. Ich lade ihn zu einem Schnellimbiss ein, den wir noch gefunden haben. Dann zurück zum Hotel. Er zeltet und wir quatschen noch jede Menge. Zum Schluss beschliessen wir am Morgen gemeinsam über die Grenze zu fahren.

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3 Gedanken zu „2530 m und nichts gesehen

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